herzenssache

2014.

2. Januar 2015

Silvester ist nun vorbei und das neue Jahr hat begonnen. 2014 war wohl nicht mein Jahr. Es fällt mir schwer, diesen Text zu schreiben. Aber ich will ehrlich zu euch sein. Der Blog ist wie ein Tagebuch für mich, in dem ich die schönen, aber auch die traurigen Dinge festhalten möchte. Und deshalb werde ich euch nun einen kleinen Einblick geben, warum 2014 für mich kein besonders tolles Jahr war. 

Ich wurde sehr enttäuscht, vor allem von Menschen denen ich es nie zugetraut hätte. Trotzdem wollte ich kämpfen, um die vielen Jahre schöner Erinnerungen, aber habe verloren. Ich fühlte mich sehr einsam, im Stich gelassen und ich wollte nur noch weinen. Mein einziger Halt war mein Freund. Mein Retter in letzter Sekunde. Ich bin ihm so unendlich dankbar, dass er mich immer wieder aus einem tiefen Loch herauszieht. Eigentlich hatte ich mich riesig auf dieses Jahr gefreut. Das letzte Schuljahr hat begonnen, wir wurden alle Volljährig und es sollten die besten Partys steigen. Mit Freunden feiern und lachen. Aber nach und nach veränderte sich alles. Kleine Gruppen wurden gebildet und es hieß jeder gegen jeden. Man konnte damit leben, solange man dachte, dass man eine Person an seiner Seite hat, mit der man so viel erlebt hatte. Die alles von einem weiß. Die man sein Leben lang kennt. Der man alles anvertraut, die schlimmsten Ängste und bösesten Träume. Aber was macht man, wenn genau diese eine Person weg ist? Wenn man erfährt, dass man genau von dieser Person hintergangen wird? Sie sich plötzlich nicht mehr für dich interessiert? Es heißt ab jetzt nicht mehr „Wir beide gegen den Rest der Welt“. Man liegt am Boden, kann nicht mehr aufstehen. Kann nicht mehr verstehen warum und wieso. Nichts gibt einen Sinn. Man hat alles für diese Person gemacht, war immer für sie da und dann sowas. Man muss sie jeden Tag sehen, wie sie glücklich scheint. Mit anderen Mädchen lacht und auf beste Freundin macht. Genau mit den, die sie nie leiden konnte. 

Klar gibt es noch andere Freunde, mit den man ab und zu mal was macht. Es wird gelacht und der neueste Tratsch erzählt. Auch bin ich froh einen wundervollen Freund zu haben. Aber man braucht doch eine beste Freundin, mit der man reden, lachen und weinen kann. Mittlerweile glaube ich nicht mehr an richtige Freundschaft. Jeder verarscht jeden, keiner ist mehr ehrlich. Wenn es drauf ankommt, steht keiner hinter dir. Alle ziehen den Schwanz ein, haben keine eigene Meinung mehr. Wollen nur bei allen gut dastehen. Vielleicht sollte ich es auch so machen. Vielleicht lebt es sich ja so besser. Aber ich kann das nicht. Selbst wenn ich es versuchen würde. Ich könnte nicht meine Freunde verraten oder sie alleine lassen, wenn es ihnen schlecht geht. Aber anscheinend bin ich die Einzige. 2015 heißt es wohl sich alleine durchzukämpfen. Im Januar noch wird das schriftliche Abitur geschrieben und im März ist es endgültig vorbei. All die Jahre habe ich mich auf die Feiern, den Abiball und und und gefreut. Jetzt nicht mehr. Ich bin froh, wenn ich weg bin. Allerdings weiß ich nicht wohin. Ich habe noch keine Ahnung, was ich studieren möchte und wo. Und habe Angst davor. Angst, dass die Leute dort wieder so sind. Das man sich auf jemanden einlässt, der einem dann wieder enttäuscht. Wahrscheinlich bin ich einfach viel zu sensibel für so etwas. Muss mir ne harte Schale zulegen und nichts mehr an mich ran lassen. Meine Tränen sollen verschwinden. Ich will glücklich sein.


xx Sophie 

4 Comments

  • Reply Marlene Bargou 2. Januar 2015 at 17:41

    Aber so einen Tag zu Hause ist natürlich auch nicht schlecht (y)
    Mein Freund hatte leider keine Lust auf mich.. great ! Was solls es war auch so ein witziger Abend 🙂
    Mal wieder zwei wunderschöne Bilder, respekt!
    VIel Glück im neuen Jahr!
    Liebe Grüße, Marlene von Schattenmalerei

  • Reply ClaudiaXOXO 2. Januar 2015 at 21:09

    Toller Post und wirklich schöne Bilder! 🙂

  • Reply Carolin Se 3. Januar 2015 at 1:48

    Ich finde du hast den Text echt schön geschrieben!
    Bei mir war es niemand bestimmtes, der sich abgewendet hat…durch das Studium sind aber alle verstreut und man hat zu ehemal super guten Freunden leider kaum noch Kontakt. Meine besten Freunde sind mir aber zum Glück geblieben.

    Ich wünsche dir trotz allem ein frohes neues Jahr und hoffe, dass du das beste aus der Situation machst <3

    Liebe Grüße

    Bei mir findet momentan eine Blogvorstellung statt 🙂

    http://nilooorac.blogspot.de

  • Reply Sophia Victoria 5. Januar 2015 at 22:22

    Ich kann sehr gut nachempfinden, was du durchmachst, beim Lesen deines Textes fühle ich mich sofort in meine Schulzeit zurückversetzt. Die Mädchen schwirren wie Kolibris von Blume zu Blume und man steht einsam und verlassen da und versteht die Welt nicht mehr. Es hat bei mir noch etwas mehr als 1 Jahr Uni gebraucht, um wieder jemanden zu finden, mit dem ich ich mich wirklich wohl fühle. Es ist sicher gut, vorsichtig zu sein, aber ne Mauer oder Schale um dich aufzubauen und nichts an dich ranzulassen, wird dich auf Dauer auch nicht glücklich machen. Ich bin sicher, es geht auch wieder aufwärts und hoffe, deín Freund fängt dich auf!
    Liebst! <3

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