herzenssache

Es gibt keinen Grund sich zu schämen.

26. Januar 2017

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Warum schämen wir uns? Für Dinge, die wir tun, die uns Spaß machen oder auch einfach für uns selbst? Warum können wir nicht einfach so selbstbewusst sein und das machen was uns gefällt. Warum überlegen wir uns immer und immer wieder, ob wir unsere Haare nicht doch einfach pink färben sollen, obwohl es uns doch schon so lange gefällt?
Weil wir Angst haben, was andere sagen. Was sie über uns denken und vor allem, was sie über uns reden. Weil wir uns schämen. Völlig umsonst.

Wie ich auf dieses Thema gekommen bin? Ich habe es diese Woche mal wieder selbst erlebt.
schämen, Scham, Schamgefühl, Blogger, Fotografie, Model, modeln, Hobby, Selbstwertgefühl, SelbstbewusstseinIch glaube man kann es nicht leugnen, dass ich gerne vor der Kamera stehe. Warum sonst, sollte ich mich wöchentlich auf meinem Blog präsentieren? Und was ist eigentlich schlimm daran? Schon mit 14-15 als ich für eine Schuhmarke das erste Mal vor der Kamera stand, habe ich gemerkt, dass es total mein Ding ist.

Ich liebe es mich zu verwandeln, Facetten von mir zu zeigen, mit tollen Leuten zusammenzuarbeiten und am Schluss coole Bilder zu haben. Das war neben der Leidenschaft zum Schreiben auch der Hauptgrund, warum ich eigentlich mit dem bloggen angefangen habe. Ich wollte Leuten meine Bilder und meine Texte zeigen und am besten auch noch Feedback dazu bekommen. Allerdings sollten dies fremde Leute sein. Keiner der mich kennt. Keiner der mich verurteilen könnte und keiner, von dem ich sowieso weiß, dass er sich das Maul darüber zerreißt.

Ich habe bereits diesen Beitrag geschrieben: Glaub an dich! und dachte wirklich, dass ich mittlerweile eine sehr selbstbewusste Frau bin, die dazu steht, was sie tut. Und doch gab es letzte Woche wieder so einen Moment, in dem ich daran gezweifelt habe. In dem ich mich (vermutlich umsonst) geschämt habe. Und deshalb möchte ich genau die Situation hier ansprechen. Nicht um mich zu rechtfertigen, sondern um euch vielleicht auch ein bisschen Mut zu machen. Denn nachdem ich meine Zweifel überwunden habe, war ich stolz, dass ich es gemacht habe und stehe auch wieder komplett dahinter.

Aber um was geht es eigentlich? Wie ihr ja jetzt, beziehungsweise vermutlich schon viiiel länger wisst, stehe ich gerne vor der Kamera. Ja ich modele gerne. Model, wie sich das schon anhört. Aber in den Kreisen gibt es eben nur Fotografen, Models und Visas. Also bin ich wohl in der Beziehung das „Model“. Jetzt habe ich ganz automatisch das Wort Model in „“ gesetzt. Versteht ihr was ich meine? Irgendwie fühlt es sich komisch an das so zu schreiben. Weil ich Angst habe, dass Leute es irgendwie falsch verstehen oder mich in eine Schublade einordnen. Aber ehrlich gesagt wäre ich gerne ein Model! Ich muss keine Berühmtheit werden, aber einfach ab & zu ein paar coole Projekte mit coolen Leuten starten, finde ich toll.

Nachdem ich nun während meiner Bloggerkarriere immer mal wieder mit Fotografen gearbeitet habe, die mir auch gutes Feedback gaben, trat ich bei Facebook in solche Model-Fotografen Gruppen ein. Wenn ein Model gesucht wird, wird grundsätzlich nach einem Portfolio gefragt. Also legte ich mir still und heimlich bei Instagram ein Profil an, auf dem ich meine „professionellen Bilder“ postete und somit etwas zum Vorzeigen hatte.

Soweit so gut. Allerdings werden, wenn ein Fotograf auf Facebook ein Bild postet, natürlich auch die Facebook Seite des Models verlinkt. Die sogenannte „Modelpage“. Nach unglaublich langem hin und her überlegen, ob ich mir so eine Seite nun auch auf Facebook erstellen soll und tausend mal abwägen, ob mir mein Hobby wichtiger ist, als das was Andere denken, wenn sie vielleicht die Seite finden, habe ich mich dazu entschlossen eine zu erstellen.

Und natürlich wurde die Seite dann auch schon von Leuten gefunden, die ich kenne. Was mich sofort in den Erdboden versinken ließ. In meinem Kopf schwirrte nur noch die Frage, ob das das Richtige war.
Aber warum denn eigentlich?! Im Grunde ist ja überhaupt nichts Schlimmes daran, ich mache ja nichts verbotenes, sondern einfach nur das was mir Spaß macht. Warum ist es uns so wichtig, was Leute von uns halten, die wir doch eh nicht in unserem Leben haben wollen? Und vor allem, warum haben wir Angst, dass Familie und Freunde von uns etwas „schlechtes“ denken? Sie kennen uns doch sowieso schon und wissen, wie wir sind.

Und ich wette mit euch, die Menschen, die uns gerne haben stehen voll und ganz hinter uns. Egal was für ein Hobby, welche Haarfarbe oder welches Gewicht wir haben.

Nun ist der Text ja doch wieder viel länger geworden als geplant, aber ich hoffe, ihr versteht was ich mit meiner kleinen persönlichen Geschichte sagen will.

Wir dürfen uns nicht schämen. Zumindest nicht für Dinge, die wir gerne machen oder für wer wir sind.

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Habt ihr manchmal auch solche Situationen? Wenn ja, wie geht ihr damit um? 

Fotograf: Michael Kremsler
Bearbeitung: Sophie Geßner

12 Comments

  • Reply Fee 26. Januar 2017 at 18:10

    Schöner Text 🙂 Ich weiß genau was du meinst, so ging es mir am Anfang mit meinem Blog auch. Vor allem als ich noch zur Schule ging.

    Ich finde ja, dass es etwas einfacher wird, wenn man älter wird. Mit 20 ist mir im Vergleich vieles gleichgültiger, als ich noch 15/16 war 😀

    Du hast auf jeden Fall eine wichtige Botschaft auf den Punkt gebracht: Man muss zu sich stehen 🙂

    Alles Liebe,
    Fee

    • Reply Linsenspiel 27. Januar 2017 at 22:13

      Vielen Dank liebe Fee! Da gebe ich dir auf jeden Fall recht. Mit 15 hätte ich es mich niemals getraut diese Seite zu erstellen. Mit mittlerweile 20 Jahren habe ich zwar immer noch gezweifelt, aber im Endeffekt gemacht, was ja ein Fortschritt ist 😀 Vielleicht wird dann mit 25 ja alles ganz leicht 😉
      Liebste Grüße,
      Sophie

  • Reply Juliet 27. Januar 2017 at 18:24

    Liebe Sophie,

    es wäre zu einfach, wenn man die Münder mancher Leute zukleben könnte. Es wird immer welche geben, die über dich sprechen werden. Wichtig ist, dass Du hinter dem, was Du tust, stehst. Und daran wächst, stärker wirst. Glaube an dich selbst.
    Ich finde deine Fotos toll! Du hast deine Leidenschaft entdeckt, brenne dafür.

    Alles Liebe, Juliet
    http://www.withjuliet.com

    • Reply Linsenspiel 27. Januar 2017 at 22:15

      Hallo liebe Juliet!
      Ich danke dir für deinen unglaublich schönen und positiven Kommentar. Ich kann dir in allem nur zustimmen, auch wenn das natürlich nicht immer ganz so leicht umzusetzen ist.
      Wünsche dir alles Liebe <3

  • Reply Carolin 28. Januar 2017 at 22:12

    So ein schöner Post Liebes! Mir ging es zu Beginn mit dem Blog so, wie es bei dir gerade mit der Modelpage ist. Ich habe mich ewig davor gedrückt eine Facebook Seite für meinen Blog zu erstellen, weil er dann wahrscheinlich viel schneller von Bekannten gefunden wird. Ich weiß auch nicht, wieso mich der Gedanke so gestört hat oder wieso ich mich für meienn Blog schämen sollte. Es war aber zu Beginn trotzdem ein etwas unangenehmes Gefühl. Bezüglich des Blogs hat sich das auf jeden Fall gebessert und mir ist egal, was Leute darüber denken und ob jemand über ihn lästert. Aber solche Situationen kommen mit anderen Sachen eben immer wieder 😀

    Ich finde es jedenfalls super, dass du ein paar Modelprojekte machen möchtest! Man sieht nämlich wirklich, wie wohl du dich vor der Kamera fühlst und dass dir das Spaß macht 🙂

    Liebe Grüße

    http://nilooorac.com/

    • Reply Linsenspiel 27. Februar 2017 at 12:04

      Danke für deinen Kommentar! Ich kann es eigentlich auch überhaupt nicht nachvollziehen, warum wir uns für solche Dinge, zumindest am Anfang, schämen. Denn dafür gibt es ja eigentlich wirklich keinen Grund. Dennoch ist es natürlich auch etwas beruhigend zu erfahren, dass man nicht die Einzige mit solchen Problemchen ist 🙂

  • Reply sam 30. Januar 2017 at 10:14

    Wow, I’m just really happy that I find your blog. Your style is perfect. Don’t stop posting ,
    because I’m coming back:)
    Regards.
    Shopafford.com

  • Reply Saskia 16. Februar 2017 at 22:52

    Ein ganz wunderbarer Text von Dir und du hast so Recht: Wir dürfen uns nicht schämen. Nicht für das was wir machen, was wir sind oder was wir werden wollen. Es ist so wichtig hinter seinen Entscheidungen zu stehen, egal was die anderen denken. Das ist natürlich immer viel leicht gesagt als getan. Um so toller finde ich, dass du deine Gedanken mit uns teilst! Und was für wundervolle Fotos, hach du siehst toll aus!

    Ich hoffe du hattest einen wunderbaren Tag!
    Liebe Grüße an Dich! ❤ Saskia | http://www.demwindentgegen.de

    • Reply Linsenspiel 27. Februar 2017 at 12:17

      Vielen lieben Dank!!! Du hast soo recht. Und ja es ist tatsächlich immer viel leichter gesagt als getan, aber ich denke wir werdet das auch mit der Zeit „lernen“ 🙂

  • Reply L'AMOTION 24. Februar 2017 at 10:22

    Liebe Sophie!

    dies ist ein sehr gelungener Text. Wahrscheinlich haben wir alle den ein oder anderen Wunsch in uns, den wir uns nicht zu 100% trauen mit allen anderen zu teilen. Aus Angst, was könnten sie darüber denken. Vielleicht aber auch aus Angst, was wenn dieser Traum nie in Erfüllung geht? Habe ich dann versagt? Wie stehe ich dann vor anderen da?
    Oftmals stecken wir unsere „publik gemachten“ Ziele klein, damit wir ja nicht Gefahr laufen zu versagen bzw. eingestehen zu müssen, dass wir etwas nicht erreicht haben.
    Egal welche Träume es sind, die wir haben – WIR SOLLTEN IMMER DAZU STEHEN!!! Erst wenn wir dazu stehen, wenn wir uns trauen diese auszusprechen, so sind wir bereit, diese zu verfolgen – bzw. überhaupt erst zu erhalten. Es war gut dass du es öffentlich gemacht hast – dass du allen sagst und zeigst, was und wer du sein möchtest. Im Grunde muss uns allen immer eines bewusst sein: Wir müssen nur uns selbst was beweisen!! Nicht anderen.

    #movetobelieve

    • Reply Linsenspiel 27. Februar 2017 at 12:18

      Wow, ich danke dir für diesen tollen Kommentar! Ich kann deine Worte genauso unterschreiben, da ist nichts mehr hinzuzufügen 🙂

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