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Rezept: Tiramisu Torte

7. September 2015

Hallo ihr Lieben 🙂 
Heute habe ich endlich mal wieder ein Rezept für euch. Und zwar zeige ich euch, wie ihr eine wunderschöne Tiramisutorte zaubern könnt, die auch noch super lecker schmeckt. Ich muss gestehen, ich habe sie schon 3 Mal gemacht, wobei sie beim allerersten Mal perfekt geworden ist, beim 2. leider überhaupt nichts und beim 3. Mal erst nach einer kleinen Rettungsaktion. Ihr merkt also, dass es auch bei Bloggern nicht immer perfekt läuft und alles auf Anhieb klappt. Die Bilder die euch letztendlich präsentiert werden, haben meist viel Zeit und Nerven gekostet und auch neben dem kleinen Bildausschnitt sieht es in der Küche vermutlich gar nicht mehr nach einem Instagram Bild aus. Am Ende findet ihr auch noch Bilder von meiner misslungenen Torte. Da ich jetzt alle Fehler, die man bei der Torte machen kann, gemacht habe, fühle ich mich bereit euch mein ganzes Wissen mitzuteilen, damit eure auf jeden Fall super wird. 


Ihr braucht folgende Zutaten: 

10 Eier
8 El warmes Wasser
300g Zucker
2 Pck Vanillezucker
260g Mehl
1 TL Backpulver
750g Mascarpone 
2 Espresso
Amaretto
Kakaopulver

Biskuitboden

So fangen wir zuerst mit dem Teig für den Biskuitboden an. Hierfür trennt ihr zuerst einmal 8 Eier. Danach schlägt ihr das Eiweiß mit 8 El warmen Wasser und 120g Zucker steif. Das Eigelb hingegen vermischt ihr mit mit dem Vanillezucker und 100g Zucker. Danach gebt ihr die Eigelb Mischung vorsichtig auf den Eischnee und hebt ihn langsam unter. 
Nun vermischt ihr die 260g Mehl mit dem Backpulver und hebt diese Mischung wiederum unter die Eimasse. Danach könnt ihr das Ganze mit einem Rührgerät verrühren, bis eine homogene Masse entsteht. Dazu kommt jetzt noch das Kakaopulver. Hier könnt ihr entscheiden, wie viel ihr reinmachen möchtet. Man schmeckt am Ende nicht sehr viel in dem Teig, es ist eher für die dunkle Farbe zuständig. Noch einmal kräftig durchrühren und dann kann die erste Ladung schon in die Springform. Hier muss ich auch wieder sagen, beim ersten Versuch habe ich daraus 4 Böden gemacht, beim 2. zwei und beim 3. Versuch habe ich 3 Böden gemacht. Letzteres fand ich am Besten. Zwei Stück funktionieren meiner Meinung nach gar nicht und sehen auch nicht so schön aus, da die Torte nicht so hoch wird. Je nachdem wie dünn ihr sie haben wollt, macht ihr 3 oder 4 daraus. Natürlich könnt ihr auch alles gleich zusammen backen und im nach hinein klein schneiden. Ich habe sie aber einzel gebacken, damit nichts schief geht. 
Die einzelnen Böden könnt ihr dann nach ca. 10-15 Minuten bei 200 Grad aus dem Ofen holen. Jetzt ist es ganz wichtig, dass ihr sie komplett kalt werden lässt und nicht mit den lauwarmen Böden arbeitet. Denn diesen Fehler habe ich leider auch begangen, da ich es etwas eilig hatte und dadurch ist meine ganze Creme komplett verlaufen. 

Espresso-Amaretto-Mischung


Während die anderen Böden noch backen macht ihr euch schon mal an die Espresso Mischung. Hierfür einfach 2 Stück kochen und ebenfalls kalt werden lassen. Danach gebt ihr den Amaretto dazu und verrührt es. Die Mischung könnt ihr jetzt noch kurz in den Kühlschrank stellen, bis wir sie brauchen. 

Mascarpone Creme


Kommen wir nun zu der leckeren Creme, die unseren Kuchen später umhüllt. Ich habe bei dieser Torte 500g Mascarpone verwendet. Allerdings hört sich das mehr an, als es letztendlich ist und somit rate ich euch 750g zu verwenden, damit das Verhältnis zwischen Teig und Creme einfach besser ist. Zu der Mascarpone gebt ihr dann noch 2 Eier und ca. 100g Zucker. Jetzt wieder ganz wichtig!! Verrührt das Ganze ja nicht mit einem Küchengerät, sonst wird die Creme viel zu flüssig! Auch wenn es anstrengend ist und ein bisschen länger dauert, versucht es mit der Hand zu einer homogenen Masse zu verrühren. Falls es euch doch passieren sollte, dass sie zu flüssig wird, dann nehmt einfach normalen Quark und rührt ihn noch zusätzlich unter die Masse. 
Hier könnt ihr schön erkennen, dass unten die Creme zu flüssig war und schon nach kurzer Zeit überall rauskam. Ich dachte wirklich schon meine ganze Arbeit war umsonst gewesen und war am Boden zerstört, bis ich den kleinen Trick mit dem Quark ausprobierte und es wirklich super fest wieder wurde. Die Creme stellt ihr jetzt bis zum Schluss noch in den Kühlschrank. 

Verarbeitung


Jetzt habt ihr alles was ihr braucht, um eure Torte zusammenzusetzen. Als erstes legt ihr  jeweils einen Boden auf einen Teller und überschüttet ihn mit eurer Espresso-Amaretto-Mischung, bis er richtig weich wird und sich damit vollgesaugt hat. Auch wenn es nicht mehr ganz so schön aussieht braucht ihr keine Sorge zu haben, denn am Schluss sieht man es nicht mehr. Spart hier nicht mit der Mischung, denn umso saftiger wird eure Torte später und durch die Creme habt ihr auch keinen übermäßigen Espresso Geschmack. Sucht euch jetzt eine schöne Form oder einen schönen Teller und legt darauf den ersten Boden. Jetzt kommt die Creme zum Einsatz, die ihr großzügig auf dem Boden verteilen könnt. Bei meinem 2. Versuch habe ich versucht, die Torte noch mit Früchten aufzupeppen und habe in die Mitte auch noch Erdbeeren gemacht. Ich würde euch davon abraten, da das Ganze dann zu unstabil wird und auseinander fallen kann. Wenn ihr möchtet könnt ihr aber ganz am Schluss ein paar Früchte obendrauf als Verzierung verteilen. Jetzt wiederholt ihr den Vorgang und legt wiederum einen in Espresso getränkten Boden auf den ersten und bestreicht auch diesen wieder mit der Mascarpone Creme. Wenn ihr alle Böden verarbeitet habt, dann könnt ihr noch die restliche Creme um die Torte herum streichen. 
Zum Schluss gebt ihr noch etwas Kakaopulver über die gesamte Torte. Wie schon gesagt, könnt ihr jetzt noch Früchte darauf legen oder so wie ich hier eine kleine Kerze, wenn es bei euch ebenfalls eine Geburtstagstorte gibt. Ihr könnt aber auch Schokoraspeln darauf verteilen. 

So wie versprochen zeige ich euch jetzt noch meine anderen beiden Versuche. Nachdem das erste Mal so super geklappt hatte, hätte ich nie damit gerechnet, dass mir die Torte auch so daneben gehen könnte, aber was solls. Wenn ihr auf meine Ratschläge hört und genug Geduld habt, bis alles kalt ist, dann klappt das bei euch auch!

Und nun tadaa, meine misslungenste Torte überhaupt:
Innerhalb kürzester Zeit war sie komplett weggelaufen. Ich habe sie dann in eine kleine Schüssel gemacht und ich muss dazu sagen, dass sie trotzdem ganz aufgegessen wurde! Denn alles hat super geschmeckt. Ihr seht also auch bei uns geht mal einiges gewaltig daneben und kann im Chaos enden, nur die Meisten zeigen es einfach nicht. Nach einem kurzen Heulkrampf (denn es ist ja wirklich nicht wenig Arbeit), konnte ich nur noch darüber lachen und musste euch einfach mal die Wahrheit zeigen.

Gefällt euch die Idee, das klassische Tiramisu etwas abzuwandeln und in Tortenform zu machen? Oder mögt ihr generell kein Tiramisu?